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Heute ist Dienstag der 03.04.2018 und ich bin seit gestern wieder Zuhause. Der 3. Krankenhauszyklus war recht anstrengend. Aber er ist nun vorbei und ich bin froh. Damit sind knapp 70% der Chemotherapie geschafft.

Eine Chemo ist wie ein Marathon: Am Ende wird es nicht unbedingt entspannender, sondern anstrengender. Trotzdem schaffe ich das noch 🙂

Ansonsten möchte ich den heutigen Beitrag nutzen, um Danke zu sagen.

Mein Supportteam

Zunächst geht der Dank an mein enges „Supportteam“ (Vater, Michael mein Bruder und Lisa). Sie wohnen teilweise bei mir und helfen im Alltag und im Krankenhaus (Verpflegung!!). Mein Vater koch zum beispiel jeden Tag frisches Gemüse oder bringt eine Pizza vorbei.

Ich bin ihnen extrem dankbar, weil ich weiß, dass die Situation keinen Spaß macht und für sie sehr anstrengend ist. Die Angehörigen von Krebspatienten erleben die Erkrankung auch mit. Sie machen sich Sorgen, wollen dies aber oft nicht zeigen oder sie nehmen Strapazen auf sich. Tägliche Krankenhausbesuche oder weite Anreisen zerren an den Nerven meiner Familie. Auch weil ich manchmal selbst nicht ganz einfach bin. Ich sage sehr direkt, wenn es mir nicht gut geht oder ich allein sein will. Bisher gab es aber noch kaum Streit).

Daher bin ich positiv überrascht, wie sie das alles über die Bühne bringen.

Chemo Tag 49: Danke für euer Unterstützung! 2

Ich und mein Vater beim Spazierengehen.

Besuch und Freunde im Krankenhaus

Desweiteren gibt es viele weitere Freunde und Bekannte, die mich im Krankenhaus besucht haben oder mit denen ich einfach nur kurz telefoniert oder mal wieder gechattet habe.

All das hat mich bereichert und mir Freude bereitet. Auch wenn es manchmal nur kurze Momente sind, zeigt es mir doch wie wichtig kleine soziale Interaktionen für mich sind.

Es verändert doch etwas, wenn man sich um andere kümmert oder ihnen nur kurz etwas schreibt. Unterschätzt das nicht. Ich hoffe, dass ich dem ebenfalls nachkommen werde, wenn ich wieder fit bin. Es sollte nämlich immer auf Gegenseitigkeit fußen.

Aber Dankbarkeit geht durch den Magen oder die Kehle, zumindest in meiner Welt. Deshalb freue ich mich schon auf ein kleines Dankeschön an viele Freunde und Bekannte im Mai in Berlin und München. Ihr dürft gespannt sein.

Update: Wir haben noch im Juni ein Grillfest mit Spanferkel gemacht.

Spanferkelfeier

Spanferkelfeier

PS: Wenn ich auf längere E-Mails nicht antworte, liegt das daran, dass ich im Krankenhaus bin.

Ich versuche alles nachzutragen, wenn ich mich besser fühle. Diese Aussage gilt natürlich nicht mehr. Ich Antworte nun schneller.

Schreibt mir einfach an patrick@krebskrampf.de

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