In diesem Beitrage möchte ich mich vorstellen und erläutern, warum ich diesen Blog führen.

Ich heiße Patrick, bin 36 und wohne in Berlin. Anfang 2018 wurde bei mir ein Hodenkrebs im Bauchraum festgestellt. Ich habe zwei Operationen am Bauch und 4 Zyklen PEB hinter mir. Seit Juli 2018 gehe ich von einer Remission aus. Hier findest du einen Betrag über die Entdeckung meiner Krebserkrankung: Lecker Krebs. Aber warum habe ich diesen Blog erschaffen und was bedeutet Krebskrampf.de für mich?

1. Tagebuch

Für mich war die Zeit seit Januar 2018 eher einzigartig: Ich wäre fast gestorben. Krebs-Verräterzellen wollten mir ans Leder und das Leben rauben. Danach habe ich belastende Therapien durchgeführt. Solche Erlebnisse muss nicht nur mein Körper, sondern auch mein Geist verarbeiten.

Mir war schnell klar, dass ein öffentlicher Blog als Tagebuch eine gute Option ist. Ich wollte euch auch ganz bewusst an meiner eigenen Krankheitsgeschichte teilhaben lassen, weil Offenheit bei Krebs und anderen Krankheiten helfen kann. Ich habe dadurch Zuspruch und Trost erhalten und ein eigenes Unterstützungsteam aufgebaut.

2. Aufklärung und Information

Ich habe mir überlegt für wen ich den Blog schreibe. Wer sind meine Zielgruppen? Zunächst war ich es selbst mit dem Tagebuch. Danach war mir klar, dass ich den Blog auch für Familie und Freunde schreibe, um euch über die Therapie oder den Fortschritt aufzuklären. Auch weil viele Sachverhalte nicht gleich für jeden verständlich sind. Dadurch muss ich nicht alles doppelt erklären.

Als dritte Zielgruppe habe ich weitere Hodenkrebspatienten auserkoren. Ich selbst habe sofort nach meiner Diagnose gegoogelt und einige gute Blogs gefunden. Den meisten Einfluss hatte wohl Dusty mit seinem Diagnose Hodenkrebs-Blog. Deshalb wollte ich ebenfalls den Stab weiterreichen und anderen Betroffenen als Anlaufstelle dienen. Ich will Informationen und eigene Erfahrungen für Krebspatienten zur Verfügung stellen, weil man gerade nach der Diagnose oftmals nach Antworten sucht.

3. Der eigene Weg

Ich möchte mit der Art und Weise, wie ich diesen Blog führen, zeigen, dass jeder seinen eigenen Weg finden muss. Ich wähle oft kämpferische oder witzige Bilder (Warhammer 40k lässt grüßen), weil mir das den Einstieg in die Themen erleichtert und meinen eigenen Kampf symbolisiert. Gleichzeitig wollte ich auch über ernste Themen wie Hypochondrie reden. Immerhin sind Ängste Teil meiner Persönlichkeit und auch der Krebskrankheit.

Am Ende muss aber jeder selbst wissen, ob er die Krebstherapie als Kampf, Abenteuer oder Trauerveranstaltung betrachtet. Gerade Krebspatienten wählen Medien ganz bewusst aus, um sich darzustellen. Ihnen hilft das, die Unsicherheiten und die Erlebnisse mit ihrer eigenen Persönlichkeit zu verbinden. Deshalb sind die konkreten Ausformungen so vielschichtig wie die Krankheit Krebs. Es gibt kein falsch oder richtig. Als Krebspatient musst du deinen eigenen Weg finden.

Ansonsten gelten die beiden Fußballweisheiten:

NO SURRENDER und KÄMPFEN UND SIEGEN!

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