Heute ist Donnerstag, der 10.05.2018 und seit gestern ist offiziell mein 4. Zyklus vorbei. Wie programmiert habe ich nun die letzten 84 Tage die Chemotherapie durchgezogen. Es war eine sehr einschneidende Erfahrung. Einerseits hatte ich keine größeren Komplikationen und dafür bin ich meinem Körper dankbar. Andererseits habe ich auch Körperzustände erlebt, die komisch sind und die eigentlich niemand braucht…

Wie geht es weiter? Wir machen in etwa 2 Wochen das „finale Staging„. um zu schauen, wie effektiv die Chemotherapie war. Dafür muss ich ein CT der Brust und ein MRT des Bauches machen. Außerdem werden die beliebten Tumormarker abgenommen. Ein definitiv spannender Termin. Ich freue mich nicht wirklich darauf. Aber diese Kontrolle wird jetzt mein ganzes Leben lang weitergehen. Wir wollen schließlich verhindern, dass die Verräterzellen wieder kommen bzw. diese früh entdecken! Ansonsten fühle ich mich noch sehr schwach. Ich war 6 Tage im Krankenhaus, weil meine Immunabwehr schwach war (Leukos bis auf 0,5) und mein Blutbild insgesamt einfach nicht gut aussieht. Die Chemotherapie greift auch das Knochenmark an, welches für das Blut zuständig ist. Die Erholung wird eher pro Woche statt pro Tag besser. Aber es geht langsam aufwärts und ich habe noch ein anderes Anliegen:

116117 – Welche Nummer ist das? Der ärztliche Bereitschaftsdienst.

Ich möchte auf eine Nummer aufmerksam machen, die ich selbst erst kürzlich kennengelernt habe: 116117 steht für den ärztlichen Bereitschaftsdienst. Dieser hilft, wenn man nicht lebensbedrohlich erkrankt ist und am Wochenende oder Nachts trotzdem ärztliche Hilfe braucht. Oftmals wird fälschlicherweise 112 gewählt oder die Notaufnahme aufgesucht. Das führt dazu, dass diese Notfalleinrichtungen immer weiter überlastet werden und schwerwiegende Notfälle warten müssen. Die Nummer kann im gesamten Bundesgebiet angerufen werden und ist kostenlos.

Deshalb zitiere ich hier einige Infos von der Infoseite des ärztlichen Bereitschaftsdienstes:

WIE HILFT DIE 116117?

Wähle die 116117 und …

  • du sprichst mit einem Mitarbeiter in einer unserer zahlreichen regionalen Leitstellen,
  • dein Anliegen wird aufgenommen und an einen Arzt weitergeleitet,
  • du erfährst den Standort der nächsten Bereitschaftsdienstpraxis, die du selbst aufsuchen kannst,
  • bei Bedarf kommt auch ein Arzt zu dir nach Hause.

Typische Fälle für den Bereitschaftsdienst und für die Notaufnahme oder 112:

  • Erkältung mit Fieber, höher als 39 °C
  • anhaltender Brechdurchfall bei mangelnder Flüssigkeitsaufnahme
  • starke Hals- oder Ohrenschmerzen
  • akute Harnwegsinfekte
  • kleinere Schnittverletzungen, bei denen ein Pflaster nicht mehr reicht
  • akute Rückenschmerzen
  • akute Bauchmerzen
  • Bewusstlosigkeit oder erhebliche Bewusstseinstrübung
  • schwere Atemnot
  • starke Brustschmerzen oder Herzbeschwerden
  • starke, nicht stillbare Blutungen
  • Unfälle mit Verdacht auf starke Verletzungen
  • Vergiftungen
  • starke Verbrennungen
  • Ertrinkungsunfälle
  • Stromunfälle
  • Suizidversuche aller Art
  • akute und anhaltende Krampfanfälle
  • plötzliche Geburt oder Komplikationen in der Schwangerschaft
  • akute und anhaltende stärkste Schmerzzustände

 

 

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