Durch Krebs verändert sich nicht nur der Körper, sondern manchmal auch das restliche Leben. Deshalb ist es immer gut ein paar Tipps & Tricks zu kennen. Diese Checkliste beschäftigt sich mit den Alltagssorgen eines Krebspatienten bzw. dem Leben danach.

Staatliche Hilfe:

  • Schwerbehindertenausweis. Es mag komisch wirken und man fühlt sich gerade am Anfang noch fit, aber ihr habt durch die Gefahr einer chronischen Krebserkrankung eine sehr große Chance als schwerbehindert eingestuft zu werden. Diesen Ausweis solltet ihr auch möglichst früh beantragen, weil die Bewilligung eine Zeit dauern kann. Was sind eure Vorteile?
    • Ihr habt einen besseren Kündigungsschutz.
    • Steuerersparnisse. Ab einem Grad der Behinderung von 50% erhaltet ihr einen höheren Steuerfreibetrag.
    • 5 Tage mehr Urlaub.
    • Je nach Behinderungsgrad gibt es noch weitere Vergünstigungen für den öffentlichen Nahverkehr.
  • Berufsunfähigkeitsversicherung (BU). Hier muss ich leider passen. Ich persönlich habe vor meiner eigenen Erkrankung keine Versicherung abgeschlossen und als Krebspatient ist es nicht leicht noch reinzurutschen. Trotzdem hat mich der Beitrag von Martin inspiriert, diesen Punkt aufzunehmen. Informiert euch bei den größeren Versicherungsanstalten und die Monatsgebühr von etwa 30€ kann irgendwann Gold wert sein.
  • Zuzahlungsbefreiung für die gesetzliche Krankenkassen. Kranksein ist teuer. Ein Tag Krankenhaus kostet zum Beispiel zusätzlich 10 €. Deshalb ist es wichtig auf die gesetzlichen Regelungen zu achten und nicht zuviel zu zahlen. Bitte sammelt alle Belege für Rezepte, Taxis und Krankenhäuser. Damit könnt ihr Zahlungsbefreiungen besser belegen. Falls ihr als chronisch krank anerkannt werden, wirkt die Zuzahlungsbefreiung bei 1% des monatlichen Bruttogehalts. Hier könnt ihr euch einen ersten Überblick über mögliche Zuzahlungskosten verschaffen.
  • Rehabilitation. Onkologischen Patienten steht im ersten Jahr nach der Behandlung eine Reha zu. Diese Maßnahme wird von der Deutschen Rentenversicherung bezahlt und dauert in der Regel 3 Wochen. Natürlich muss jeder selbst entscheiden, ob er eine onkologische Reha braucht. In meinem Fall wollte ich zunächst keine machen, weil der Aufenthalt die Auszeit nach der Behandlung verlängert. Nach der Chemotherapie und Operation habe ich mich jedoch umentschieden und habe die Reha doch angetreten.

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